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Als Neuerscheinung in der Schriftenreihe des documenta archivs präsentieren wir am 21. Februar das Buch „Exhibition Politics. Die documenta und die DDR“ von Alexia Pooth. Wir laden herzlich zum Podiumsgespräch mit der Autorin und dem Kunstkritiker Eduard Beaucamp ein.

am 21. Februar 2024
um 19 Uhr
in der Rotunde des Fridericianums
 

Der Maler, Filmemacher, Installationskünstler und Bildhauer Karl Horst Hödicke ist gestorben. Mit einer Serie von Zeichnungen war er documenta 6 aus dem Jahre 1967 vertreten.

Vor wenigen Tagen ist die Fotografin Monika Nikolic gestorben. Seit den frühen 1980er Jahren zählte sie zu den stetigen Begleiter*innen der Kasseler documenta.

Der Kasseler Künstler und documenta Teilnehmer Kazuo Katase ist am 9. Januar im Alter von 77 Jahren gestorben. Er kam 1975 nach Europa und lebte seit 1976 in Kassel.

Noch bis Ende Februar präsentieren wir die Studio-Ausstellung „Buch-Kunst: Kunst-Buch“ im Lesesaal des documenta archivs. Die Kuratorin Emily Denyer führt am 8. und 14. Februar 2024 um 16.30 Uhr durch die Ausstellung.

Der US-amerikanische Künstler Carl Andre ist am 24. Januar im Alter von 88 Jahren in New York City gestorben. Er zählte zu den Pionieren des Minimalismus. Eine Zuordnung zur Konzeptkunst hat er hingegen entscheiden zurückgewiesen.

Der US-amerikanische Performance-Künstler Pope.L ist am 23. Dezember 2023 mit 68 Jahren gestorben. Besucher*innen der documenta 14 (2017) war er durch seine akustische Intervention "Whispering Campaign" in Athen und Kassel bekannt.

Der italienische Künstler Giovanni Anselmo (1934-2023) ist am 18. Dezember 2023 gestorben. Der zweimalige documenta Teilnehmer zählte zu den prägenden Vertretern der Arte Povera.

Vom 30. November bis 2. Dezember fand im Fridericianum die Tagung "IN | OUT — Kanonisierungsprozesse moderner Kunst und die erste documenta" statt. Die vollständige Video-Aufzeichnung der Auftaktveranstaltung ist ab jetzt online!

Vor kurzem erreichte uns eine außergewöhnliche Schenkung aus Privatbesitz. Ihre Provenienz gibt Einblick in das berufliche Umfeld Arnold Bodes und die enge Zusammenarbeit der Lehrkräfte an der Kasseler Werkkunstschule in den 1960er Jahren.

Unsere aktuelle Studioausstellung im Lesesaal wirft ein Schlaglicht auf die historische Sektion "Buchkunst" auf der documenta 6 (1977) und gibt anhand ausgewählter Highlights Einblick in den Bestand der Künstler*innenbücher in der Spezialbibliothek des documenta archivs.

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Videokunst

"Fairytale" (2007) von Ai Weiwei, Teil 1

Das Projekt “Fairytale” wurde 2007 von dem chinesischen Künstler Ai Weiwei ins Leben gerufen. 1001 Menschen aus China wurden auf die documenta 12 nach Kassel eingeladen, um die Kunstausstellung als Tourist:innen zu besuchen. Die außergewöhnlichen Umstände der Reise sowie die Tatsache, dass viele noch niemals vorher außerhalb Chinas waren, nahm Ai Weiwei zum Anlass, um Begriffe und Themen wie Wünsche, Liebe, Erinnerungen und Identiät zu diskutieren. Der Titel des Projekts ist dabei doppeldeutig. Einmal spielt es auf Kassel an, als die Heimat der Brüder Grimm und ihrer Märchen – und andererseits soll es zeigen, wie die Reise der Bäuer:innen und Arbeiter:innen aus dem oft ländlichen Gebieten Chinas wie ein vorübergehendes Märchen wirkt.

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"Kleine Ereignisse" (1987) von Roman Signer

Das Performance-Programm der documenta 8 wurde als erstes Performance-Programm einer documenta Ausstellung von Manfred Schneckenburger ins Leben gerufen. Teil davon sollte auch Roman Signer sein, auch wenn sich, wie in einem Brief an Signer zu lesen ist, Schneckenburger darüber im Klaren war, dass Signers Werke keine Performances sondern Skulpturen darstellen. Das Skulpturenkonzept des Künstlers bezieht Bewegung, Beschleunigung und Veränderung mit ein – sowie Explosion und Transformation.

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"Abschlussaktion" (1987) von Roman Signer

Die documenta 8 wurde von Roman Signer mit einem Knall beendet. Die ‘Abschlussaktion’ fand am 20. September 1987 statt und umfasste insgesamt 350 Stapel mit je 1000 Stück weißem, unbeschriebenem Papier, die vor der Orangerie in Kassel gesprengt wurden. Die Wand aus Papier, die 15 Meter hoch in die Luft geschossen wurde, war für wenige Sekunden eine riesige Skulptur. Der hier gezeigte Kurzfilm ist ein Zusammenschnitt von Super-8 Film Material, welches der Filmemacher Peter Lichti im Auftrag von Roman Signer produziert hat, in Kombination mit Filmaufnahmen der documenta 8. Diese Version wurde für die Ausstellung “about: documenta” in der MHK (2019) von Alexander Zeisberg für das documenta archiv produziert.

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"Why Are You Angry?" (2017) von Rosalind Nashashibi & Lucy Skaer

Die britischen Künstlerinnen Rosalind Nashashibi und Lucy Skaer drehen Filme im 16 mm Format, die die gefilmten Personen und deren Umwelt zeigen. In ‘Why are you angry’ werden tahitianische Frauen in ihrem Alltag gezeigt. Man sieht sie bei der Arbeit, in ihrem Zuhause und bei den Künstlerinnen im Apartment. Der Titel des Films ist identisch mit dem Titel eines Gemäldes des Malers Paul Gauguin. Wie beim Maler in dessen Bildern stehen auch im Film von Nashashibi/Skaer tahitianische Frauen, deren Rolle und ihre Repräsentation in einer vermeintlich unberührten Welt im Fokus. In stiller Beobachtung nähert sich die Kamera wie damals der Maler mit dem Pinsel. Wo Gaugin jedoch verstärkt den Kontrast zwischen Mythos und Realität malerisch thematisiert, lebt der Film von der Ruhe einer inzwischen eingekehrten oder niemals verschwundenen nüchternen Realität, die jegliche mythologischen Bezüge verloren zu haben scheint. Ist es die Kontinuität oder die niemals Ende Wiederholung des dargestellten Themas, welches die malerischen Ansätze des ausgehenden 19. Jahrhunderts und der filmischen Wiederaufnahme im beginnenden 21. Jahrhunderts auf magische Weise verbindet?

 

“Das Projekt, dessen Titel und Posen direkt auf die Werke des Malers Bezug nehmen, untersucht die Probleme und Möglichkeiten, die sich aus seinem spezifischen Blick auf Frauen ergeben.” (Rosalind Nashashibi und Lucy Skaer, 2017)

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Ausstellungsdokumentation

Trailer: "documenta 1955 – der Film, der nie gedreht wurde" (2016) von Visus-Film

„1955 verwirklicht der Kasseler Kunstprofessor und Gestalter Arnold Bode seinen großen Traum: eine Übersichtsausstellung zur europäischen Kunstentwicklung im 20. Jahrhundert.
Schauplatz ist die provisorisch instandgesetzte Weltkriegsruine des Museums Fridericianum am Friedrichsplatz.“ (Auszug aus dem Filmkommentar von Dr. Harald Kimpel)

 

Bisher existieren keine Filmaufnahmen von dieser Ausstellung. Die Visus-Vision UG erstellte auf der Basis historischer Filmaufnahmen des documenta archivs und des Deutschen Dokumentationszentrums für Kunstgeschichte – Bildarchiv Foto Marburg die vorliegende Filmdokumentation. Die Realisierung der einzelnen Filmszenen erfolgte mit der innovativen selbstentwickelten Software VISUS.

 

Der Film hat eine Laufzeit von 108 min. und kann über das documenta archiv erworben werden: Weitere Informationen

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"Motivation" (1964) von Wolfgang Claus

Den Wandel von dynamisch zu statisch und umgekehrt auf der documenta III wollte der Hobbyfilmer Wolfgang Claus mit seinem Amateurwerk darstellen. Hierbei kommen auch Bildveränderungen (Verzerrungen, Bearbeitungen) zum Tragen. Der größte Teil des Films zeigt orginale Aufnahmen von Skulpturen, die auf der documenta III ausgestellt waren. Untermalt ist der Film von einem Wechsel aus klassicher Musik und Jazz.

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"Jospeh Beuys documenta-Arbeit. Eine Video-Dokumentation" von Pia Witzmann & Peter Bräutigam

Zusammen dargestellt werden in dieser Video-Dokumentation die verschiedenen Arbeiten des Künstlers Joseph Beuys auf unterschiedlichen documenta Ausstellungen. Neben “Drei Bienenköniginnen” und “Raumplastik” werden ebenfalls die Arbeiten “Honigpumpe am Arbeitsplatz” und “7000 Eichen” beleuchtet. Ergänzt wird der Film durch Interviews und Kommentare.

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Pressevideo zur documenta 13 von Ben Brix

Dieses nie veröffentlichte Pressevideo der documenta 13 versucht die Ausstellung durch Impressionen einzufangen. Neben Kunstwerken von Attia Kader (“The Repair from Occident to Extra-Occidental Cultures”), Anna Maria Maiolinos (“Here and There”), Thomas Bayrles (“Sternmotor”) und István Csákánys ("The Sewing Room") finden sich auch Aufnahmen der Imbissbuden der documenta. Die künstlerische Leitung dieser 100 Tage war Carolyn Christov-Bakargiev, die die Ausstellung unter den Leitgedanken “Collapse and Recovery” stellte. Dieser Aspekt der Ausstellung sollte auf die Stadt Kassel und ihren Wiederaufbau nach 1945 verweisen, gleichzeitig aber auch auf Kabul, in der ein weiterer Teil der Ausstellung stattfand.

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Konzert

Klavierkonzert von Frederic Rzewski zur documenta 14 im Staatstheater Kassel (08.09.2017), Teil 1

“Songs of Insurrection” wurde vom Bruges Festival in Auftrag gegeben und dort im April des Jahres 2017 von dem Pianisten Daan Vandewalle uraufgeführt. Das Werk besteht aus sieben Sätzen, die auf internationalen revolutionären Liedern aus dem 19. und 20. Jahrhundert basieren. Frederic Rzewskis Erfahrungen mit der 1966 in Rom gegründeten Musica Elettronica Viva (MEV) und seine in den 1970ern erfolgende Hinwendung zum Kommunismus führten dazu, dass seine Kompositionen immer stärker seine politischen Überzeugungen reflektierten.

 

Nachdem Cornelius Cardew 1958 einer Reihe von Performances von John Cage und David Tudor beigewohnt hatte, begann er, seine eigenen experimentellen Kompositionen zu entwickeln und profilierte sich in den 1960er und 1970er Jahren als einer der wichtigsten britischen Avantgarde-Komponisten und als Gründungsmitglied so einflussreicher Gruppen wie AMM und The Scratch Orchestra. Während die “Thälmann Variations” auf einem bekannten Lied der deutschen Arbeiterbewegung basierten (Ernst Thälman-Lied von 1934), war “We Sing For the Future” ein 1981 entstandenes Solostück für Klavier, Teil seiner ständigen Bemühungen, Großbritannien zu politisieren und auf den Kampf hinzuweisen, mit dem die junge Generation in einer imperialistischen Welt zu rechnen hatte.

 

Cardews politisch orientierte Kompositionen zusammen mit Rzewskis häufig blitzschnellen Performances schicken die Zuhörer:innen auf eine Reise durch die Geschichte von Aufständen und Rebellionen. Die Stücke Rzewskis überbrücken häufig den Abstand zwischen klassischer Musik und Avantgarde-Jazz.

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Öffentliches Programm

"The Strategy of Joy: Introduction" (08.09.2017) von Paul B. Preciado

Die Demokratie der Moderne liegt in Trümmern. Das Parlament der Körper versteht sich als performative Versammlung, in der nicht repräsentierten Körpern politischer Raum zugesprochen wird. Vor diesem Hintergrund kommen Künstler*innen, Aktivist*innen, Denker*innen, Tänzer*innen, Poet*innen und andere zusammen, um bei der dreitägigen Versammlung "The Strategy of Joy" Strategien zu finden, aus der „neoliberalen Depression“ und politischen Lethargie auszubrechen. Paul B. Preciado, Leiter des Öffentlichen Programms der documenta 14, führt ein in den Kontext der Veranstaltung.

 

(Text von Raffael Tobias Streicher)

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"The Strategy of Joy - Strategy of Wildness" (09.09.2017) von Jack Halberstam

In „The Strategy of Joy - Strategy of Wildness“ – Teil der gleichnamigen Versammlung – fokussiert sich Jack Halberstam, Professor für Englisch und Gender Studies an der Columbia University, auf queere Strategien des Widerstands. Ausgangspunkt ist das Werk Roberto Jacobys, der in den 80er-Jahren mit subversiven Arbeiten und „Strategien der Freude“ auf das politische Missmanagement der Aids-Pandemie in Argentinien reagierte. Halberstam stellt im Anschluss mehrere queerfeministische Positionen gesellschaftlichen Ungehorsams vor, um auf vergessene und verdrängte gegenkulturelle Bewegungen aufmerksam zu machen.

 

(Text von Raffael Tobias Streicher)

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Konferenz

"Performance, Pragmatically: Truth Claims in Exhibition Practice" (24.11.2018) von Jonah Westerman

Im Gegensatz zu einem früheren Moment der Performance-Wissenschaft, der eine unüberwindliche kategorische Trennung zwischen Live-Aktion und ihren Spuren postulierte, ist es alltäglich geworden, Unmittelbarkeit und Mediation als integral verbundene, gleichwertige Elemente zu sehen, die zusammen die Summe der betreffenden Kunstwerke ergeben.

 

Jonah Westermann argumentiert, dass die Neubewertung der Dokumentation zu zwei unterschiedlichen Zwecken genutzt werden kann, je nach dem Modell der Wahrheit bei der Arbeit. Wenn wir einen pragmatischen Begriff von Wahrheit anwenden, der Verifikation als einen prospektiven Prozess betrachtet, bei dem 'eine Idee Wahrheit erfährt' (William James, 1907), dann können wir die Vergangenheit für die Zukunft öffnen.

 

Jonah Westermans Forschung konzentriert sich auf globale Geschichte der Performance seit Mitte des 20. Jahrhunderts, insbesondere auf Kontexte und Erwartungen an die Rezeption.

 

Im Rahmen der Konferenz “Archiving the Unarchivable – Das Unarchivierbare archivieren” sprach Jonah Westerman unter dem Titel “Performance, Pragmatically: Truth Claims in Exhibition Practice“.

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