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Das documenta archiv verwahrt tausende von Initiativbewerbungen. Während sich 1972 noch gut 250 Künstlerinnen und Künstler unaufgefordert und erfolglos um eine Teilnahme bei der documenta 5 bewarben, waren es zur documenta 7 schon rund 900, zur documenta 8 fast 1.500.

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#11 Über den Traum, documenta Künstler zu werden. Vortrag von Christian Saehrendt

28.11.2019

Aus dem documenta archiv #11

 

Donnerstag, 28. November 2019, 18:30 Uhr

 

Ort: Fridericianum, Friedrichsplatz 18, 34117 Kassel

 

Eintritt frei

 

Begrüßung: Birgit Jooss, Direktorin des documenta archivs

© documenta archiv

Hans Traxler: „Ich-Denkmal“ am Kasseler Brüder-Grimm-Platz

Das documenta archiv verwahrt tausende von Initiativbewerbungen. Während sich 1972 noch gut 250 Künstlerinnen und Künstler unaufgefordert und erfolglos um eine Teilnahme bei der documenta 5 bewarben, waren es zur documenta 7 schon rund 900, zur documenta 8 fast 1.500.

 

Mit Harald Szeemanns documenta 5 etablierte sich 1972 das zukunftsweisende Format der „Thesenausstellung“: Kuratorinnen und Kuratoren wählen Kunstwerke aus, um eine kulturpolitische Aussage, eine zeitdiagnostische These aufzustellen. In der Regel gibt es dafür keine öffentlichen Ausschreibungen, vielmehr werden Künstlerinnen und Künstler aktiv und exklusiv durch die jeweilige Ausstellungsleitung kontaktiert und eingeladen. Dieses bis heute für documenta Ausstellungen und viele Biennalen wirksame Prinzip etablierte sich zu einem Zeitpunkt, als der „erweiterte Kunstbegriff“ und partizipative Kunst auf eine Ausdehnung und Demokratisierung des Kunstbetriebs hindeuteten.

 

Wer bewarb sich dennoch bei der documenta? Die Ahnungslosen, die Verzweifelten, die Dreisten? Oder diejenigen, die die neue Offenheit des Kunstbetriebs ernst nahmen? Christian Saehrendt wird einen Einblick in seine Recherchen geben.

 

Der Referent ist freier Kunsthistoriker und Autor zahlreicher Publikationen, darunter „Schneewittchen und der kopflose Kurator. Der Reiseführer für documenta-Besucher, Romantiker und Horrorfans“ (Köln 2017) oder „Ist das Kunst oder kann das weg? Vom wahren Wert der Kunst“ (Köln 2016).