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Aktuell

Anlässlich des Beuys-Jubiläums kuratiert das documenta archiv als Gast der Museumslandschaft Hessen Kassel in den Räumen der Neuen Galerie eine Studioausstellung über den Fotografen Dieter Schwerdtle (1952-2009).

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Der Kalte Krieg, die documenta und die DDR

9.12.2021
© documenta archiv / Foto: Heinrich Poradowski

Ausstellungsansicht "Ringer" von Jo Jastram, documenta 6 (1977).

Aus dem documenta archiv #15

 

Donnerstag 09.12.2021, 18:30 Uhr

 

Ort: Rotunde des Museum Fridericianum

 

Eintritt frei

Im Kalten Krieg wurde die documenta als Bollwerk gegen den Osten instrumentalisiert. „50 km vom Rand der freien Welt“, wie es der Kasseler Oberbürgermeister Karl Branner 1963 formulierte, war man sich einig: die „unfreie“ Kunst des sozialistischen Realismus hatte nichts in Kassel zu suchen.

Auch dreißig Jahre nach Beendigung des Kalten Krieges prägt diese Einstellung die Beschäftigung mit der DDR. Kaum bearbeitet ist bis heute, wie die verschiedenen Macher-Teams um Arnold Bode, Manfred Schneckenburger, Jan Hoet oder Catherine David zwischen 1955 und 1997 auf die DDR blickten, unter welchen weltpolitischen Vorzeichen dies geschah und wer in Ostberlin, Karl-Marx-Stadt, Leipzig oder Rostock eigentlich von dem „wilden Ding“ in Kassel wusste.

Anhand aktueller Forschungsfunde geht der Vortrag neuen Aspekten zur spannenden Beziehungsgeschichte zwischen documenta und DDR nach und eröffnet Einblicke in ihre kunstpolitische Dimension.  

 

 

 

Dr. Alexia Pooth (Berlin/ Potsdam) ist Kunsthistorikerin und Kuratorin. Nach Stationen bei den Staatlichen Museen zu Berlin und in der Stiftung Bauhaus Dessau, war sie zwischen 2019 und 2021 wissenschaftliche Mitarbeiterin im Deutschen Historischen Museum Berlin. Als Teil eines internationalen Kuratorenteams bereitete sie hier die noch bis zum 9. Januar 2022 laufende Ausstellung „documenta. Politik und Kunst“ vor. In diesem Projekt kurartierte sie den Bereich „die documenta und der Osten / DDR“.