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Aktuell

Das documenta archiv verwahrt tausende von Initiativbewerbungen. Während sich 1972 noch gut 250 Künstlerinnen und Künstler unaufgefordert und erfolglos um eine Teilnahme bei der documenta 5 bewarben, waren es zur documenta 7 schon rund 900, zur documenta 8 fast 1.500.

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#11 Macho Man: Tell It to My Heart. Eine Fallstudie. Vortrag von Martin Beck

21.10.2019

documenta Institut Diskurs #11

 

Montag, 21. Oktober 2019, 19.00 Uhr

 

Ort: Hörsaal der Kunsthochschule Kassel, Menzelstraße 13-15

 

Eintritt frei

 

Begrüßung: Prof. Dr. Nora Sternfeld, documenta Professorin

 

Eine Zusammenarbeit mit der documenta Professur an der Kunsthochschule Kassel.

Der Vortrag stellt Entstehung, Umsetzung und Dokumentation der Ausstellung "Macho Man: Tell It to My Heart" vor, stellt Fragen nach der Identität von Sammlungen und analysiert deren kuratorische und institutionelle Bedingungen am konkreten Beispiel.

 

"Macho Man: Tell It to My Heart" ist 2013 im Museum für Gegenwartskunst in Basel präsentiert und in Folge bei Culturgest in Lissabon und Artists Space in New York gezeigt worden. Die Ausstellung versammelte über 200 Kunstwerke aus der Sammlung der Künstlerin Julie Ault. Ein Großteil dieser Werke sind Geschenke von Künstler/innen oder von Freund/innen und viele haben einen ephemeren Charakter. Die Werke sind über mehrere Orte, an denen sich Ault regelmäßig aufhält, verteilt, manche sichtbar, manche in Kästen verpackt, unter der Couch oder hinter dem Schreibtisch. Ault hat sich selbst nie als Sammlerin verstanden, weshalb in der Sammlung kein spezifisches Thema im herkömmlichen Sinne ausgemacht werden kann. Was die Sammlung zusammenhält, ist die Idee des Dialogs, der Freundschaft und des Austauschs über Ideen, was Kunst und Sammeln sein kann, und die Dinge, die die Räume des Alltags rahmen.

 

Die Ausstellung ist das Resultat eines kollaborativen Prozesses zwischen mehreren Künstler/innen und Kurator/innen (Julie Ault, Martin Beck, Nikola Dietrich, Heinz Peter Knes, Jason Simon, Scott Cameron Weaver und Danh Vo) und spiegelt einen Dialog, der künstlerisches und kuratorisches Handeln ständig begleitet und von neuem herausfordert.

 

Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Fachbereichs Architektur, Stadt- und Landschaftsplanung der Universität Kassel, der Kunsthochschule Kassel und des documenta archivs.

 

Martin Beck ist Künstler und lebt in New York und Wien. Seine Arbeiten beschäftigen sich mit Fragen von Historizität und Autorschaft und greifen häufig auf Diskurse aus Architektur, Design und Populärkultur zurück. Ein Leitmotiv seiner Praxis ist das Thema des Displays: seine Werke adressieren oft Themen des Ausstellens, des Präsentierens und Fragen zu Kommunikationsformaten. 2018 wurden Becks Arbeiten in Einzelausstellungen in der Kunsthalle Bergen, Norwegen, im Frac Lorraine, Metz, und bei 47 Canal, New York gezeigt. Weitere Ausstellungen inkludieren "rumors and murmurs" im Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien; "Last Night" in der Kitchen in New York; "…what follows may have produced what went before" in der Galerie für Zeitgenössische Kunst, Leipzig (alle 2017); Program im Carpenter Center for the Visual Arts at Harvard University, Cambridge (2014–16), "The thirty-six sets do not constitute a sequence." bei 47 Canal, New York (2015); Beiträge zur 10. Shanghai Biennale (2014–15) und zur 29. São Paulo Bienal (mit Julie Ault) (2010). Beck’s Publikationen inkludieren "About the Relative Size of Things in the Universe" (2007), "The Aspen Complex" (2012), "Last Night" (2013), "An Organized Systems of Instructions", and "rumors and murmurs" (beide 2017).