Bazon Brock übereignet dem documenta archiv durch eine großzügige Schenkung sein Archiv und Teile seiner Sammlung. Bazon Brock, Denker, Kunstvermittler, Kunstkritiker, Künstler und Professor begründete unter anderem die „Besucherschulen“ der documenta und etablierte damit die Vermittlung zeitgenössischer Kunst als kritische eigenständige Praxis mit übergeordneten kulturellen Zielen. Der Vorlass ist ungewöhnlich reichhaltig und facettenreich. Er umfasst u.a. Siebdrucke, Korrespondenzen, Dias, Fotos, Lehrmaterialien, Bild- und Tonmaterial, Publikationen, Presseausschnitte, Kunstobjekte, digitale Daten sowie 2.000 Titel seiner Bibliothek mit Anmerkungen und Verweisen, die Einblick in seine Arbeitsweise ermöglichen. Zusammen mit dem Nachlass von Arnold Bode bildet der Vorlass das Fundament des geplanten Kurator/innen Zentrums.

 

Eine generöse Spende von Dr. Hubert Burda ermöglicht die Erschließung des Archivs, die Grundlage für eine öffentliche Nutzung und wissenschaftliche Auseinandersetzung. Die Übernahme der Materialien wird nach baulicher Fertigstellung des sich derzeit in Gründung befindenden documenta Instituts erfolgen. Die Erschließungsarbeit beginnt zuvor.