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Aktuell

In ihrem Vortrag wird die ungarische Kulturwissenschaftlerin Andrea Pócsik aufzeigen, wie die Kunstwelt des ehemaligen Ostblockstaats Ungarn in den Beständen des documenta archivs repräsentiert ist. Dabei legt sie den Schwerpunkt auf die Archivierung als wissensproduzierenden Prozess.

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Opfer oder Täter? Thesen zur nationalsozialistischen Vergangenheit der Kuratoren der ersten documenta (1955)

11.6.2021

Digitale Tagung

 

Freitag, 11. Juni 2021, 10 - 17Uhr:

Livestream über YouTube

Moderation: Dr. Birgitta Coers, Prof. Dr. Kai-Uwe Hemken

© documenta archiv / Foto: Günther Becker

Blick auf das Fridericianum während der ersten documenta (1955).

Die Kunsthochschule Kassel (Kunstwissenschaft) und das documenta archiv Kassel veranstalten am 11. Juni 2021 eine öffentliche Tagung zur Verbindung der ersten documenta mit dem Nationalsozialismus. Im Zentrum stehen die damaligen Co-Kuratoren der Ausstellung Werner Haftmann und Kurt Martin, die nachweislich die NSDAP-Mitgliedschaft (Haftmann) inne hatten bzw. während der NS-Diktatur als Kustos (Martin) angestellt waren. Darüber hinaus wird der Frage nachgegangen, welche Strukturen offenkundig werden, wenn nachweislich Exponate des Konvoluts ‚Entartete Kunst‘ auch als Werke auf der ersten documenta zu sehen waren.

Auf drei Panels diskutieren über die damit verbundenen Fragestellungen: Ingo Arend, Wolfgang Benz, Tabea Brinkmann, Heinz Bude, Nanne Buurman, Nikola Doll, Christian Fuhrmeister, Dorothee Gerkens, Eckhard Gillen, Walter Grasskamp, Stefan Greif, Ayşe Güleç, Katja Häckel, Pia Jansen, Alexis Joachimides, Justus Lange, Stefan Koldehoff, Gerhard Panzer, Alexia Pooth, Volker Rattemeyer, Tessa Rosebrock, Thomas Rudert, Anna Rühl, Sabine Schormann, Sylvia Stöbe, Julia Voss, Lena Voss, Alexandra Winterhoff.


Programm

10 - 11:30 Uhr

NSDAP-Mitgliedschaft und Kuration/Kustodie während der NS-Herrschaft
Moderation: Dr. Birgitta Coers, Prof. Dr. Kai-Uwe Hemken
Teilnehmer*innen: Ingo Arend, Wolfgang Benz, Heinz Bude, Christian Fuhrmeister, Ayşe Güleç, Katja Häckel, Alexia Pooth, Tessa Rosebrock, Thomas Rudert und Sylvia Stöbe

 

11:30 - 12:30 Uhr

Pause

 

12:30 - 14 Uhr

Wie lässt sich das Verhältnis der betroffenen historischen Personen zur modernen Kunst und Ausstellungen zur modernen Kunst definieren? Welche Rolle spielte die Kunstkritik?
Moderation: Dr. Birgitta Coers, Prof. Dr. Kai-Uwe Hemken
Teilnehmer*innen: Dorothee Gerkens, Eckhard Gillen, Stefan Greif, Pia Jansen, Alexis Joachimides, Gerhard Panzer und Julia Voss

 

14 - 15 Uhr

Pause

 

15 - 16:30 Uhr

Kontinuitäten. Netzwerk im NS: Kunsthandel, Sammler, Kulturpolitik. Werke der modernen Kunst als Bestandteil des Konvoluts ‚Entartete Kunst’ und als Exponate der ersten documenta.
Moderation: Dr. Birgitta Coers, Prof. Dr. Kai-Uwe Hemken
Teilnehmer*innen: Tabea Brinkmann, Nanne Buurman, Nikola Doll, Walter Grasskamp, Stefan Koldehoff, Justus Lange, Tessa Rosebrock, Anna Rühl, Lena Voss und Alexandra Winterhoff

 

16:30 - 17 Uhr

Fragen! Antworten? Fragen!… Welche Schlussfolgerungen lassen sich ausgehend von den Diskussionen und dem bisherigen Kenntnisstand (bzgl. dieser Weltausstellung zur modernen Kunst) ziehen?
Moderation: Dr. Birgitta Coers, Prof. Dr. Kai-Uwe Hemken
Teilnehmer*innen: Heinz Bude, Nikola Doll, Eckhard Gillen, Katja Häckel, Pia Jansen, Alexis Joachimides, Stefan Koldehoff, Volker Rattemeyer, Sabine Schormann und Julia Voss

 

 

Eine Zusammenarbeit der Kunsthochschule Kassel/Universität Kassel und des documenta archivs, Kassel.

 

Die Tagung wird von der Fritz Thyssen Stiftung finanziert.