Die erste Virtuelle Ausstellung des documenta archivs geht der Frage nach, auf welche Weise sich Bauhaus-Konzepte in die documenta Idee eingeschrieben haben. Drei Personen stehen dabei im Zentrum des Interesses:

 

An erster Stelle ist Arnold Bode zu nennen, Gründer der documenta, der schon in den 1920er Jahren mit der Ideenwelt des Bauhauses in Berührung kam und sich nicht nur in seiner Produktgestaltung, seinen Ausstellungsdisplays und Entwürfen von Drucksachen am Bauhaus orientierte, sondern der auch viele Bauhäusler für die ersten documenta Ausstellungen auswählte. Die pädagogische Ausrichtung des Bauhauses sowie dessen praxisbezogene Anwendungskonzepte entsprachen seinem Bewusstsein von der gesellschaftlichen Verantwortung der Kunst. Für ihn waren die Bauhaus-Ideen Zeugnisse einer demokratisch ausgerichteten Moderne und sollten dem Nachkriegsdeutschland das Wiederanknüpfen an eine historisch unbelastete Tradition ermöglichen.

 

Neben ihm stehen Fritz Winter, Bauhaus-​Schüler, später Professor an der Kasseler Kunsthochschule und Mitwirkender an den frühen documenta Ausstellungen, wie auch Werner Haftmann, Kunsthistoriker und maßgeblicher Theoretiker der ersten drei Kasseler Ausstellungen.

 

Die Virtuelle Ausstellung wird Abbildungen von Kunstwerken, Fotografien, Texten, Entwürfen und Presseausschnitten präsentieren und die Ideenwelt von Bauhaus und documenta erstmals in dieser Form in Beziehung setzen. Neben den ausgestellten Werken der Bauhaus-Künstler werden die Portrait-Wand und das Architektur-Tableau der ersten documenta rekonstruiert. Kurze Texte erläutern die Biographien der Künstler, Ausstellungsmacher und ihrer Begleiter, die involvierten Institutionen sowie die ausgestellten Werke der Bauhaus-Künstler.

 

Die Virtuelle Ausstellung ist Teil des Projektes "Bauhaus | documenta"

 

Kuratorin: Birgit Jooss