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Aktuell

Die documenta 4 (1968) wurde beworben als die „jüngste documenta, die es je gab“. In der Rückbetrachtung erscheint sie jedoch weniger visionär als gedacht und ihre künstlerische Position durch Demokratisierungsprozesse geschwächt.

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#3 Verschiebungen: Über Ausstellungsgeschichte(n) und Archive. Vortrag von Rike Frank

11.4.2018

documenta Institute Discourse #3

 

Mittwoch, 11. April 2018, 18.30 Uhr

 

Ort: Hörsaal der Kunsthochschule Kassel, Menzelstraße 13-15

 

Eintritt frei

 

Begrüßung: Prof. Dr. Nora Sternfeld, documenta Professorin

 

Eine Zusammenarbeit mit der documenta Professur an der Kunsthochschule Kassel.

Rike Frank thematisiert in ihrem Vortrag den Umgang mit Ausstellungsgeschichte, der nur geringfügig den musealen Konventionen einer "historischen Rekonstruktion" folgt. Ausgehend von Charlotte Posenenske’s Forderung nach einem hartem Realismus (in der eigenen Praxis), einem Besuch der "3. Bahia Biennale" zwei Jahren nach dem Ende der Ausstellung und Sarah Pierce’s Überlegungen in „It’s Time Man, It Feels Imminent“ (2009) und „The Community of the Exhibition“ (2017) wird die Referentin die diversen Zeitlichkeiten, von denen Ausstellungen durchzogen sind, und deren Wirkungsweise diskutieren. Darüberhinaus erörtert sie, inwiefern insbesondere das Praktizieren von Ausstellungsgeschichte bei der Infragestellung bestehender Logiken des "Rahmens", "Erfahrens" und "Benennens" produktiv werden kann.

 

Rike Frank lebt als freie Kuratorin und Autorin in Berlin. Von 2014 bis 2018 lehrte sie als "Associate Professor of Exhibition Studies" Ausstellungsgeschichte, -theorie und -praxis an der Kunstakademie der Kunsthøgskolen i Oslo. Zuvor war sie für das Programm der Galerie der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig verantwortlich. Sie war Mitglied des Programmteams der European Kunsthalle, Projektleiterin der documenta 12 und Kuratorin an der Secession, Wien. 2016 bis 2017 konzipierte sie zusammen mit Beatrice von Bismarck die Konferenzreihe „Of(f) Our Times: The Aftermath of the Ephemeral and other Curatorial Anachronics” zu alternativen Ansätzen eines Umgangs mit Ausstellungsgeschichte.