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Die documenta 4 (1968) wurde beworben als die „jüngste documenta, die es je gab“. In der Rückbetrachtung erscheint sie jedoch weniger visionär als gedacht und ihre künstlerische Position durch Demokratisierungsprozesse geschwächt.

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#6 documenta 1968 - Ein heißer Sommer? Vortrag von Tim Pickartz

9.8.2018

Aus dem documenta archiv #6

 

Donnerstag, 9. August 2018, 18:30 Uhr

 

Ort: Gießhaus auf dem Gelände der Universität, Mönchebergstraße 5, 34127 Kassel

 

Eintritt frei

 

Begrüßung: Dr. Birgit Jooss, Direktorin des documenta archivs

 

Eine Zusammenarbeit mit der documenta Professur an der Kunsthochschule Kassel.

© documenta archiv / E. Buttler

E. Buttler: documenta 4, im Vordergrund „Schichtung 55b“ von Thomas Lenk, 1968, Inv.Nr.: docA MS d04-10009186

Die documenta 4 (1968) wurde beworben als die „jüngste documenta, die es je gab“. In der Rückbetrachtung erscheint sie jedoch weniger visionär als gedacht und ihre künstlerische Position durch Demokratisierungsprozesse geschwächt.
Der documenta-Gründer Arnold Bode wird als Hauptverantwortlicher durch den „documenta-Rat“ abgelöst. Seit der documenta 5 (1972) obliegt die Leitung wechselnden Persönlichkeiten, welche das Projekt documenta auf unterschiedliche Weise prägen und modifizieren.


Im Vortrag von Tim Pickartz wird der Versuch unternommen, ein Zeitbild zu zeichnen. Dieses wird sich nicht nur auf das ikonische Jahr 1968 und die damit verbundenen Assoziationen fokussieren, sondern über Briefe, Telegramme, Notizen, Skizzen und Protokolle den Vorbereitungsprozess der documenta 4 in den Blick nehmen. Im Mittelpunkt steht die Zusammenarbeit von Arnold Bode und anderen Mitgliedern des „documenta-Rates“ und deren Konflikte, die schließlich im heißen Sommer 1968 münden.

 

Der Referent ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fach Kunst der Universität Paderborn mit den Schwerpunkten Kuratorische Praxis und Vermittlung von Gegenwartskunst. Er promovierte zur dOCUMENTA (13) und arbeitet freischaffend als Kunstvermittler.