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Mediensammlung

© documenta archiv / Anita Back

In der Mediensammlung des documenta archivs werden analoge und digitale Medien der documenta Ausstellungen übernommen, gesammelt, erschlossen und bewahrt. Im Laufe der vergangenen Jahrzehnte sind die Sammlungen zusätzlich durch Schenkungen und Ankäufe von Vor- und Nachlässen einzelner Kuratoren, Künstler/innen, Fotograf/innen kontinuierlich gewachsen.

 

Die Sammlung der Fotografien besteht aus Foto-Sammlungen von Fotograf/innen, Pressematerial vergangener documenta Ausstellungen, Einsendungen von Künstler/innen sowie Bildmaterial, eingesendet von der Bevölkerung u.a. im Rahmen von Wettbewerben. Des Weiteren wird sämtliches Bildmaterial der Kunsthalle Fridericianum übernommen und  archiviert. Die Sammlung der Fotografien umfasst ca. 250.000 Aufnahmen.

 

Die audiovisuellen Sammlungen beinhalten in Auszügen filmisches Material, welches im Filmprogramm oder als Kunstwerk Teil von documenta Ausstellungen war. Darüber hinaus liegt ein Schwerpunkt der audiovisuellen Sammlungen auf der Dokumentation aller documenta Ausstellungen. Die Sammlung der Tonaufnahmen umfasst neben documenta Auftragsarbeiten für die Ausstellungen auch Tonaufnahmen von Vorträgen und Interviews. Die audiovisuelle Sammlung umfasst ca. 2.000 analoge und ca. 25 TB digitale Archiveinheiten.

 

Nutzung vor Ort

Nach Terminabsprache können in den Räumen des Archivs analoge Fotografien sowie Audio- und Videobänder gesichtet werden. Für Gruppen bis zu 25 Teilnehmenden steht bei rechtzeitiger Reservierung ein Raum zur Verfügung.

© documenta archiv / Anita Back
© documenta archiv / Anita Back
© documenta archiv / Anita Back
© documenta archiv / Anita Back
© documenta archiv / Anita Back

Urheberrechte und Nutzung vor Ort

Ein großer Teil des digitalisierten Bildmaterials kann – unter Einhaltung der Urheber- und Persönlichkeitsschutzrechte – entgeltpflichtig bestellt werden.

Nach Terminabsprache können in den Räumen des Archivs analoge Fotografien sowie Audio- und Videobänder gesichtet werden. Für Gruppen bis zu 25 Teilnehmenden steht bei rechtzeitiger Reservierung ein Raum im gleichen Gebäude zur Verfügung.

Informationen zum Bildrecht

1. Verwendung von Bildmaterial für Forschung und Lehre

Die im Online-Angebot recherchierbaren und entsprechend gekennzeichneten Digitalisate (keine Publikationsqualität) und Mediendateien (z.B. Videos) dürfen für die Lehre in Hochschulen, im Schulunterricht und zur eigenen wissenschaftlichen Forschung genutzt werden, ohne dass es einer Genehmigung oder einer Gebühr bedarf. Wenn Sie Bildmaterial für Publikationszwecke nutzen wollen, müssen Sie mögliche urheberrechtliche Ansprüche Dritter berücksichtigen und selbstständig die Genehmigung zur Veröffentlichung einholen.

Folgende Informationen sollen helfen, sich im Umfeld des Urheberrechts zu orientieren, um die eigenen Möglichkeiten und Ansprüche Dritter angemessen eruieren zu können.
2. Trennung der Rechte am Kunstwerk und am Foto der Kunstwerke

(a)
Verwertungsrechte am Kunstwerk, das im Urheberrecht allgemein als “Werk” bezeichnet wird,

Der Urheber des Kunstwerks ist die Künstlerin bzw. der Künstler. Die Verwertungsrechte liegen bei ihr/ihm und werden bis 70 Jahre nach ihrem/seinem Tod auf ihre/seine Erben übertragen werden. (§ 64 UrhG) Danach erlischt das Urheberrecht und das Kunstwerk ist gemeinfrei.

Die Verwertungsrechte für viele (jedoch nicht alle) Künstler/innen bis 70 Jahre nach ihrem Tod regelt die Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst in Bonn.

Für jede Verwendung, Publikation (Buch, Journal etc.) oder öffentliche Zugänglichmachung (Internet) muss die Genehmigung bei der VG Bild-Kunst oder dem jeweiligen Rechtevertreter eingeholt und gegebenfalls eine Gebühr entrichtet werden.

(b) Verwertungsrechte am Foto des Kunstwerks, im Urheberrecht “Lichtbild” oder "Lichtbildwerk" genannt.

Auch die Fotografien von Kunstwerken, sog. Lichtbilder oder Lichtbildwerke werden im Urheberrecht geschützt (§ 72 UrhG, sog. Leistungsschutzrecht). Ist ein Foto, durch einfaches technisches Abfotografieren einer meist zweidimensionalen Vorlage entstanden, entsteht ein sog. Lichtbild. Der Schutz erlischt 50 Jahre nach Herstellung des Lichtbildes, bzw. 50 Jahre nach seinem ersten erlaubten Erscheinen. Handelt es sich um ein Foto, das z.B. durch die Wahl des Blickwinkels und der Beleuchtung eine eigene Werkqualität aufweist, gilt es als sog. Lichtbildwerk und ist als solches bis 70 Jahre nach dem Tod der/des Fotografin/Fotografen geschützt (§ 64 UrhG). Bei Fotos von dreidimensionalen Vorlagen (Skulpturen etc.) entsteht daher in der Regel ein Lichtbildwerk.

Für jede Verwendung, Publikation oder öffentliche Zugänglichmachung muss die Genehmigung bei den Fotografen oder zuständigen Institutionen (z.B. Bildarchiven, Verlagen, VG Bild-Kunst) eingeholt werden.

Das documenta archiv ist bemüht, die Rechteinhaber/innen der Lichtbilder und Lichtbildwerke angemessen zu benennen.
3. Publikationsgenehmigungen

Das documenta archiv ist bemüht, mit den Rechteinhaber/innen der Lichtbilder, den Künstler/innen, den Fotografen/innen, Bildarchiven, Verlagen usw., Verträge abzuschließen, damit die Publikationsgenehmigungen für nicht-kommerzielle, wissenschaftliche Publikationen direkt über das documenta archiv erteilt werden können. Entsprechende Hinweise können Sie dem Online-Angebot des documenta archivs entnehmen oder bei den Mitarbeitern der Mediensammlung anfragen.