EINLADUNG ZUM
BEBILDERTEN VORTRAG
VON KLAUS HONNEF, BONN

Vor einem halben Jahrhundert galt die Berufung in das Leitungsteam einer documenta als besondere Auszeichnung, sozusagen als letzter Schritt vor der Aufnahme in den Olymp der Kunstgeschichte.
Damals stellte man sich den Weg noch als eine Art dialektischen Fortschreitens vor. Mit der documenta 5, der ersten von zweien, an denen Klaus Honnef maßgeblich beteiligt war, sollte sich das ändern: Statt Karriereschub fortan Karriereaufschub oder gar Karriereknick, statt ästhetischer Gewissheiten, Fragen, Probleme, Widersprüche. Die Gründe sind vielfältig.
Vor der Folie eines sich dramatisch verändernden Kunstbegriffs, von der documenta 5 beschleunigt und der documenta 6, der »Medien-documenta« neu definiert, wird der Vortrag aufgrund persönlicher Erinnerungen Gründe beleuchten und ein Licht auf die internen Diskussionen werfen.
Seit der documenta 6 werden Fotografie und Film in der Kunstwelt neben Malerei, Zeichnung und Skulptur als gleichrangige künstlerische Ausdrucksmittel angesehen. Sie trug maßgeblich dazu bei, dass sich die traditionelle Hierarchie der Kunstmedien auflöste.
Illustriert wird der Vortrag durch Bildmaterial aus dem documenta archiv.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Kunsthochschule Kassel in der Universität Kassel

 

Begrüßung: Prof. Joel Baumann, Rektor der Kunsthochschule Kassel
Einführung: Dr. Birgit Jooss, Direktorin des documenta archivs
Donnerstag, 27. April 2017, 19 Uhr
Hörsaal der Kunsthochschule Kassel
Menzelstraße 13–15
34121 Kassel
Eintritt frei


Der Referent war Mitarbeiter der documenta 5, Sektion »Idee/Idee-Licht«, und der documenta 6, Abteilungen Malerei und Fotografie