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Aktuell

In ihrem bebilderten Vortrag geht Liza Weber einer immer wieder vorgebrachten Hypothese nach – der Annahme, dass die erste documenta Ausstellung der Rehabilitierung der durch das nationalsozialistische Regime als "entartet" bezeichneten Kunst dienen sollte.

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#2 Das ruinierte Archiv. Vortrag von Mark Nash

18.1.2018

Donnerstag, 18. Januar 2018, 18.30 Uhr

 

Ort: Hörsaal der Kunsthochschule Kassel, Menzelstraße 13-15

 

Eintritt frei

 

Begrüßung: Prof. Dr. Nora Sternfeld, documenta Professorin

 

Eine Zusammenarbeit mit der documenta Professur an der Kunsthochschule Kassel.

 

Der Vortrag findet in englischer Sprache statt.

Seit der documenta 11 (2002), bei der Mark Nash einer der Co-Kuratoren war, hat sich die kritische Diskussion weitgehend auf die Bedeutung postkolonialer Ansätze für die zeitgenössische Kunst und für Fragen des Kuratorischen konzentriert. In seinem Vortrag wird Mark Nash Ausstellungen vorstellen, in denen er den postkolonialen Rahmen um den Kalten Krieg als zusätzliche Denkfigur erweitert hat: "Things Fall Apart" (2015, 2016) und "Viva L’Italia" (2017). Beide Ausstellungen umfassten Künstler/innen, deren Arbeiten sich unterschiedlich mit dem Archiv auseinandersetzten. Im Verlauf des Vortrags wird er auch einige Überlegungen anstellen, wie das documenta archiv imaginatives und kritisches Arbeiten unterstützen kann.

 

Mark Nash ist unabhängiger Kurator und Autor. Zuvor war er Professor und Vorstand des Institutes “Curating Contemporary Art” am Royal College of Art in London. Er war ebenfalls an der Gründung des „Internationalen Zentrums für Kunstforschung“ an der Universität der Künste in London beteiligt. Als ehemaliger Redakteur der Zeitschrift „Screen“ lehrt er derzeit am Birkbeck College London. Als Kurator hat Nash mit Okwui Enwezor am Projekt der „Arena“ bei der Biennale in Venedig 2015, einschließlich einer epischen Live-Lektüre von Karl Marx „Das Kapital“, bei der Ausstellung „The Short Century“ und der documenta 11 (beide 2002) zusammengearbeitet; und mit Ute Meta Bauer bei der 3. „Berlin Biennale“ (2004). Mit dem Künstler Isaac Julien hat er zahlreiche Film- und Kunstprojekte durchgeführt und ausführlich über dessen filmische Arbeit geschrieben.